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Ich befinde mich aktuell gerade auf einer Wandertour in Finnisch-Lappland

Markus Glättli, Teilnehmer sanu-Zertifikatskurs «Tourismus - ganz natürlich!»

Ich befinde mich aktuell gerade auf einer Wandertour in Finnisch-Lappland

«Ich befinde mich aktuell gerade auf einer Wandertour in Finnisch-Lappland», sagt Markus Glättli per Telefon. «Ich hoffe, Sie können mich verstehen.» Ja, die Verbindung passt – und wenn das Interview zu einem anderen Zeitpunkt stattgefunden hätte, wäre die Verbindung vielleicht weniger ein Problem: Viele von Markus Glättlis geführten Touren finden in der Schweiz statt, an der Lötschberg Südrampe, im Val Müstair oder im Naturpark Doubs.


Vom Hobby zum Beruf 

Bereits seit vielen Jahren organisiert Markus Glättli geführte Wander-, Schneeschuh- und E-Bike-Touren. Angefangen hat es als Hobby, das sich zur Teilzeitarbeit entwickelte.Vor fünf Jahren kam jedoch ein Wendepunkt. «Ich musste mich entscheiden, ob ich meine ständig wachsende Tätigkeit als Tourenleiter zu meinem Vollzeiterwerb machen möchte oder sie reduziere», sagt Glättli. Denn damit sei ein gewisser administrativer Aufwand unabhängig vom Pensum verbunden. Was ihn bisher daran hinderte, war fehlendes Know-how: Wie kann man sichergehen, dass genügend Leute das Angebot buchen? Wie kann man es besser vermarkten? Was bieten seine Angebote den Kunden für einen Mehrwert? Hier kam ihm der sanu-Zertifikatskurs «Tourismus. Ganz natürlich» zugute. «Ich besuchte den Kurs, um zu lernen, wie ich meine Angebote und deren Vorteile besser kommunizieren kann», sagt Glättli. Resultiert ist eine systematische Kommunikation seiner Touren über die Website von Schweiz Tourismus, die Verbreitung seiner Angebote über bestehende Kunden, die eigene Website und Werbung bei verschiedenen Organisationen und lokalen Tourismusbüros. «Dadurch konnte ich tatsächlich mehr Buchungen generieren.» Der fachliche Input habe ihm viel gebracht und ihn schliesslich dazu bewogen, den Sprung in den Vollzeiterwerb zu wagen.

Etwas mehr Wertschöpfung in weniger bekannten Regionen

Mittlerweile kann Markus Glättli von seinen Touren leben. Und davon profitieren auch die Leute in den Regionen. «Wir übernachten in Berghütten, für Teilstrecken engagiere ich lokale Bergführer und natürlich sind wir auf die Bergbahnen angewiesen, die uns einen knieschonenden Abstieg ermöglichen», erzählt Glättli. Zudem versuche er, seine Touren immer mit lokalen Geschichten zu verbinden. Ihm sei bewusst, dass sein Beitrag zur lokalen Wertschöpfung bescheiden sei. «Aber ich habe auch schon positive Rückmeldungen von der lokalen Bevölkerung erhalten, dass ich mit meinen Wandergruppen ihre Region besuche – es braucht manchmal eben nicht so viel.»




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