Bildungsangebote

Grundlagen und Instrumente zur Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum

12.06.2018 Aarau

Vielfältige, naturnah gestaltete Strukturen und Grünflächen bieten nicht nur Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten, sondern sind auch für die Naherholung und die Standortattraktivität einer Gemeinde von grosser Bedeutung. Zudem verursachen sie langfristig gesehen geringere Unterhaltskosten als intensiv bewirtschaftete Flächen. In einem neuen eintägigen Praxiskurs inkl. Exkursion lernen die Teilnehmenden verschiedene Instrumente kennen, mit denen wertvolle Lebensräume erhalten, vernetzt und geschaffen werden können. Sie erarbeiten sich die nötigen Grundlagen für das Erstellen eines eigenen Biodiversitätskonzepts, lernen konkrete Praxisbeispiele kennen und haben Gelegenheit, ihre Erfahrungen mit Berufskolleg/-innen und Fachreferent/-innen auszutauschen.


Flyer
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Dokumente
Christa_Glauser_Biodiversitaet_im_Siedlungsraum.pdf (PDF, 20.27 MB)
Thomas_Baumann_Biodiversitaetsfoerderung_Suhr.pdf (PDF, 4.65 MB)
Thomas_Baumann_Kosten_Gruenflaechenpflege.pdf (PDF, 0.13 MB)
Hansruedi_Schulde_Biodiversitaet_im_Siedlungsraum.pdf (PDF, 1.42 MB)
Biodiversitaetskurs_12.06.18_Fotoprotokoll.pdf (PDF, 1.05 MB)
Christa_Glauser_Rechtliche_Grundlagen_Biodiversitaet.pdf (PDF, 0.30 MB)

Obwohl der Biodiversitätsverlust nicht mit spektakulären Bildern auf sich aufmerksam machen kann, schreitet er auch in der Schweiz rasch voran. Von intakten und vielfältigen Ökosystemen profitieren nicht nur Tiere und Pflanzen, sondern auch wir Menschen. Sie versorgen uns mit sauberem Wasser, liefern Rohstoffe, stellen eine wichtige Grundlage für den Tourismus dar, bieten einen hohen Erholungswert, Lebensqualität und Schutz vor Lawinen und Erdrutschen. Zudem können ökologisch wertvolle Grünflächen mittel- bis langfristig meist auch effizienter unterhalten werden als intensiv bewirtschaftete Flächen.

Gemeinden haben eine besondere Verantwortung und ein erhebliches Potential für die Förderung des Artenreichtums gerade auch im Siedlungsgebiet. Im eintägigen Kurs inkl. Exkursion lernen die Teilnehmenden verschiedene Planungsinstrumente kennen, mit denen ökologisch wertvolle Strukturen und Lebensräume erhalten, aufgewertet und erweitert werden können.  Sie erfahren, wie ein kommunales Biodiversitätskonzept entwickelt, kommuniziert und umgesetzt wird und identifizieren konkrete Handlungsmöglichkeiten in der eigenen Gemeinde, resp. Stadt.

Kandidaten des Labels Grünstadt Schweiz erhalten das nötige Rüstzeug, um die im Bereich Biodiversität geforderten konzeptionellen und strategischen Massnahmen umzusetzen.

Die Stadt Aarau wird ab 2018 am Projekt „Natur findet Stadt“ teilnehmen und ihr ökologisches Potential bei der Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum ausnutzen. Im Rahmen unseres Kurses erhalten Sie Einblick in das spannende Projekt und werden vor Ort interessante Flächen besichtigen.
www.naturfindetstadt.ch

Zielpublikum

  • Leiter/-innen, Vorarbeiter/-innen und Fachbereichsverantwortliche von Stadtgärtnereien, Gartenbauämtern, kommunalen Werkhöfen und Gartenbauunternehmen;
  • Grünunterhaltsverantwortliche der kommunalen Verwaltungen und betroffenen Fachstellen sowiepolitische Entscheidungsträger/-innen;
  • Mitglieder von Natur- und Landschaftsschutzkommissionen;
  •  Landschaftsarchitekt/-innen | Mitarbeiter/-innen von Öko- und Beratungsbüros;
  • Weitere Interessierte.


Ziele

Die Teilnehmenden:
  • erkennen den Wert und Nutzen von vernetzten Lebensräumen und Vorrangflächen für dieBiodiversität, die Gemeinde und ihre Bevölkerung;
  • kennen verschiedene Instrumente zur Erhaltung, Aufwertung und Erweiterung von ökologischwertvollen Lebensräumen und Strukturen;
  • diskutieren Zweck, Aufbau und Inhalte eines Biodiversitätskonzepts und werden befähigt, darausabgeleitete Massnahmen zu planen, umzusetzen und zu überwachen;
  • sind in der Lage, konkrete Handlungsmöglichkeiten in der eigenen Gemeinde zu identifizieren und erfolgreich zu kommunizieren.


Mehrwert 

Ihre Stadt, resp. Gemeinde verfügt über die nötigen Grundlagen, um wertvolle Lebensräume zu erhalten, zu vernetzen und neu zu schaffen. Sie ist sich der Bedeutung von Vorrangflächen bewusst und trägt mit einer zielgerichteten Biodiversitätsförderung auch zu einer hohen Lebensqualität und Standortattraktivität bei. Kandidaten des Labels Grünstadt Schweiz erhalten das nötige Rüstzeug, um die im Bereich Biodiversität geforderten konzeptionellen und strategischen Massnahmen umzusetzen.

08h30   Empfang mit Kaffee und Gipfeli

09h00  Begrüssung, Programm, Kursziele

  • Wert und Nutzen der ökologischen Infrastruktur für Natur, Gemeinde und Bevölkerung
  • Gesetzliche Grundlagen und Instrumente der Biodiversitätsförderung im Siedlungsgebiet
  • Praxiserfahrungen im Umgang mit Inventaren, Vorrangflächen, Schutzbestimmungen,Richtlinien, Reglementen etc.
  • Ziele, Aufbau und Stossrichtungen eines kommunalen Biodiversitätskonzepts 

12h15  Gemeinsames Mittagessen
  • Exkursion: Besichtigung interessanter Flächen; Planung, Umsetzung, Finanzierung und Kommunikation von Massnahmen
  • Eigene Handlungsmöglichkeiten und Erfahrungsaustausch

16h45               Kursende

Datum und Ort

  • 12. Juni 2018 | Aarau | 09h00 – 16h45

Kurskosten
  • CHF 460.- | CHF 430.- bei Anmeldung vor dem 20. April 2018
  • Im Preis inbegriffen sind Kursdokumentation, Pausenverpflegung, Mittagessen und 50% Ermässigung auf dem SBB-Billett.
 
Rabatte            
  • 20% für Einzel-Mitglieder svu|asep
  • 15% für VSSG-Mitglieder
  • 15% für ffu-Mitglieder
  • 10% für ehemalige und aktuelle Teilnehmende des sanu-Lehrgangs Natur- und Umweltfachfrau/fachmann
                       
Anmeldefrist
  • 1. Juni 2018
  • Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, da die Teilnehmerzahl beschränkt ist. Nach Ablauf der Anmeldefrist erhalten Sie eine Bestätigung, weitere Informationen sowie die Rechnung.

Annullierung
Bei Annullierung nach Ablauf der Anmeldefrist verrechnen wir 50% der Kurskosten. Bei Abmeldungen innert einer Woche vor Kursdurchführung werden die gesamten Kurskosten belastet.

Nicht unter diese Regelung fallen Härtefälle (z.B. Mutterschaft, Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit, Unfall oder Tod (Partner, Kinder, Eltern). Gegen Vorlage eines entsprechenden Dokuments wird das Kursgeld zurückerstattet (bei mehrtägigen Kursen werden die bereits besuchten Tagen angerechnet). 
Ersatzteilnehmende werden kostenneutral angenommen. 


Patronatgeber

Claudia Schmidlin

Projektkoordinatorin