Risikostoffe in Gebäuden: Fokus auf Asbest, Holzschutzmittel, Formaldehyd und VOC
Sicherstellung eines guten Innenraumklimas
Es sind noch Plätze frei!
Datum: Donnerstag | 22. April 2010
Ort: Biel-Bienne
Ko-Organisation: Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau
Trägerschaft: BAG, SUVA
Partner: sia, eco-bau, IBP, SEK-SVIT, Swiss Engineering STV, SIV
Inhalt
Die Gebäude und die Infrastruktur der Schweiz veralten und müssen erneuert werden. Rund 30% aller Wohnungen wurden vor 1945 erstellt und weitere 30% sind mehr als dreissig Jahre alt. Die Risiken und die Herausforderungen hinsichtlich der Renovation und der Sanierung dieser Objekte sind zahlreich, insbesondere was die Raumluftqualität anbelangt.
Wie viele Eigentümer wissen, was ihr Gebäude (ver-)birgt? Wes-halb nicht den Umstand nutzen, dass ein Gebäude energetisch saniert werden muss, um eine Diagnose der Risikomaterialien zu erstellen? Dies schützt vor Risiken und erlaubt eine exaktere Kostenschätzung für die Entsorgung der gefährlichen Stoffe.
Doch welche Stoffe bergen Risiken? Gibt es Richt- oder Grenzwerte zu Stoffkonzentrationen, die zu beachten sind? Was sind meine Pflichten als Immobilienbesitzer, Architekt, Diagnostiker oder Sanierer?
Nebst Asbest legt der Kurs einen Schwerpunkt auf Holzschutzmittel, Formaldehyd und VOC (flüchtige organische Verbindungen). Viele alte Gebäude wurden mit den unterschied-lichsten Schutzmitteln behandelt. Verbaute, aber auch die für Sanierungen eingesetzten Materialien, können Formaldehyd und weitere flüchtige Verbindungen enthalten, welche die Raumlufteigenschaften beeinträchtigen. Eine zentrale Frage bei Sanierungen ist deshalb, wie eine gesunde Innenraumluft erreicht werden kann.
Das Seminar will über diese brennende Frage Klarheit schaffen und die Akteure der Branche über den neusten Stand der Technik orientieren.
Wirkungsziel
Sowohl bei Renovationen als auch bei Neubauten vermeiden die Teilnehmenden die Belastung mit Risikostoffen und leisten somit einen Beitrag für eine gesunde Innenraumluft. Sie ziehen anerkannte und kompetente Fachleute für Gebäudediagnosen und Sanierungsarbeiten bei.
Ziele
- erkennen die Auswirkungen von Asbest und problematischen Innenraumsubstanzen, wie VOC und Formaldehyd auf die Gesundheit und die Umwelt;
- unterscheiden zwischen Gebäude-Screenings und Gebäude-Checks;
- formulieren Schlüsselpunkte für die Qualitätssicherung bei Sanierungsarbeiten;
- erhalten Hilfestellung für die Sicherstellung eines guten Innenraumklimas.
Zielpublikum
- Architekten mit dem Aufgabenbereich eines Immobilienmanagers (selbständig oder in Gemeinde oder Kanton)
- Ingenieurbüros mit Zuständigkeit in der Fachbauleitung
- Bauherren, Gebäudeverwaltungen in Gemeinde oder Kanton
- Immobilienmanager, Facility Manager, Immobilienbesitzer
- Umwelt- / Energieberater, die in Renovationen involviert sind
Ausstellung
Unternehmen, Büros oder Labors die im Bereich der Sanierung, Entsorgung, Diagnose oder Beratung im Zusammenhang mit Risikostoffen wie Asbest, PCB, Formaldehyd etc. tätig sind, wird im Rahmen einer Ausstellung eine Werbeplattform geboten, um ihre Dienstleistungen einem ganz spezifischen Publikum vorstellen zu können. Die Ausstellung wird im selben Saal präsentiert, wo auch der Kurs und die Pausen stattfinden. Während der Pausen und um die Mittagszeit haben die Teilnehmenden Zeit, die einzelnen Stände zu besuchen.
Interessierte Unternehmen können sich mit dem Anmeldetalon für einen
Standplatz anmelden.
Standardmässig steht zur Verfügung: 1 Tisch, 1 Pinwand (ca. 1 m2) und
Stromanschluss. Zusätzliches Material ist auf Anfrage erhältlich.
Programm
| Donnerstag, 22. April 2010 | |
| ab 8h30 | Empfang mit Kaffee und Gipfeli |
| 09h00 | Kurseinführung, Übersicht über das Vorgehen und die Risiken E. Bellini |
| Raumluftqualität und Gesundheit R. Waeber |
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| Juristische Risiken und Haftungsfragen L. Lehmann |
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| Diskussion und Fragen | |
| Pause | |
| Fokus Risikostoff Asbest C. Weber |
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| Untersuchung und Beurteilung von Gebäudeschadstoffen M. Radke |
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Qualitätssicherung und Kontrolle
bei Sanierungsprojekten:
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| 12h45 | Mittagessen und Besuch der Ausstellung |
| 13h45 | Schadstoffe im Baubestand und in sanierten Gebäuden I. Mayer |
| Spannungsfeld Holzbau und nachhaltiges Bauen: Risiken und Hilfestellungen zum Erreichen eines guten Raumklimas U.-T. Gerber |
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Workshops zur Wahl:
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| Moderiertes Gespräch zwischen Beratern, Sanierern, Labors und Gesundheitsbehörde E. Bellini |
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| Evaluation und Kursabschluss | |
| 17h00 | Kursende |
Beschrieb Workshops
- Workshop 1: Risiken erkennen
Der Schadstoffkataster als Mittel zur Früherkennung von Risiken. Wie ist das optimale Vorgehen bei der Erstellung und Umsetzung des Katasters?
Moderation: D. Bürgi - Workshop 2: Fokus Holzwerkstoffe
Viel Holz in Innenräumen: Worauf muss ich achten - Praxisbeispiele.
Moderation: R. Ganz und U.-T. Gerber - Workshop 3: Fokus Sanierungsarbeiten und Qualitätskontrolle
Erfahrungswerte und Schlüsselpunkte für eine gute Ausschreibung und Qualität.
Moderation: P. Fleury und BELFOR (Schweiz) AG (angefragt) - Workshop 4: Messung von Schadstoffen in Baumaterialien und Raumluft
Präsentation der gängigen Analyse- und Untersuchungsmethoden, in Theorie und an einem praktischen Beispiel im Labor.
Moderation: Dr. Ingo Mayer
Referenten und Moderatoren
- Daniel Bürgi | dipl. Natw. ETH; Geschäftsleiter und Bereichsleiter Gebäudeschadstoffe, Friedlipartner AG, Zürich
- Pascal Fleury | FH ing.; Projektleiter, HOLINGER AG, Liestal
- Roland Ganz | Spezialist für Innenraummessungen und -expertisen; Geschäftsleiter, Ganz Klima GmbH, Rüti ZH
- Urs-Thomas Gerber | Dipl. Ing. FH; Leiter Nachhaltiges Bauen, CSD Ingenieure und Geologen AG, Liebefeld
- Lorenz Lehmann | Rechtsanwalt; Geschäftsführender Partner, Ecosens AG, Wallisellen
- Dr. Ingo Mayer | Raumluft, VOC und Formaldehyd-Analytik, Berner Fachhochschule - Architektur, Holz und Bau, Biel
- Martin Radke | Dipl. Umweltingenieur FH; Projektleiter, Basler & Hofmann, Esslingen
- Roger Waeber | Leiter Fachstelle Wohngifte, BAG Bundesamt für Gesundheit, Bern
- Christian Weber | Bauingenieur FH; Sicherheitsingenieur im Bereich Bau, Suva, Basel
Praktische Angaben
Ort und Datum:
Berner Fachhochschule | Architektur, Holz und Bau
Solothurnstrasse 102, Biel-Bienne | www.ahb.bfh.ch
22. April 2010 | 9h00-17h00
Kosten:
CHF 550.- | € 375.- Im Preis inbegriffen sind Kursdokumentation, Pausengetränke und Mittagessen.
Rabatte:
- 15% für Einzel- und Firmenmitglieder Swiss Engineering STV, sia, SIV sowie für die 2. Person aus der gleichen Firma.
- 10% für AbsolventInnen des Lehrgangs Natur- und Umweltfachfrau/fachmann.
- Teilnehmenden, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, offeriert sanu 50% Ermässigung auf einem Normal- oder Halbtax-Billet in der 1. oder 2. Klasse (gemäss Vereinbarung mit den SBB AG).
Anmeldung:
Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Sie können sich mit dem Talon anmelden oder direkt im Internet: www.sanu.ch/angebot
Annullierung:
Bei Annullierungen nach Ablauf der Anmeldefrist verrechnen wir 50% der Kurskosten. Bei Abmeldungen innert 1 Woche vor Kursdurchführung werden die gesamten Kurskosten belastet.
Organisation
sanu | bildung für nachhaltige entwicklung
Dufourstrasse 18 | Postfach 3126 | CH-2500 Biel-Bienne 3
T: +41 (0)32 322 14 33 | sanu[at]sanu.ch | www.sanu.ch
Enrico Bellini | Projektleiter | ebellini[at]sanu.ch
Tanja Pete | Projektassistentin | tpete[at]sanu.ch
Ko-Organisation
Berner Fachhochschule | Architektur, Holz und Bau
Solothurnstrasse 102, Postfach | CH-2500 Biel-Bienne 6
T: +41 (0)32 344 02 02 | www.ahb.bfh.ch
Christoph Wüthrich | Stv. Leiter Forschungseinheit
Werkstoffe und Holztechnologie, Qualitätsverwalter
christoph.wuethrich[at]bfh.ch







