Zertifikatskurs «Gemeindeführung: mit Weitsicht zum Erfolg»
Methoden und Instrumente aus der Praxis, um Ihre Gemeinde fit für die Zukunft zu machen.
Zertifikatskurs mit persönlichem Projektcoaching | 6 Tage verteilt auf 4 Monate
Modul I: 15.-17.03.2011 | Biel
Modul II: 11.-12.05.2011 | Winterthur
Modul III: 30.06.2011 | Biel
Partner: Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW | Hochschulinstitut für Öffentliche Verwaltung IDHEAP | Bundesamt für Raumentwicklung ARE | SKR - die Schweizerische Kommunal-Revue | Stiftung Ökopolis
Diese Weiterbildung wird empfohlen durch: Schweizerischer Gemeindeverband | Energiestadt | Städteverband SSV | Verein Zürcher Gemeindeschreiber und Verwaltungsfachleute VZGV | IPM Institut für Public Management GmbH | Verband der Gemeindepräsidenten des Kantons Zürich | Verband Zürcher Finanzfachleute VZF
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- Gesunde Finanzen und die entsprechenden Handlungsdmöglichkeiten erzielen
- Projekte bei Abstimmungen erfolgreich durchbringen
- Attraktives Gleichgewicht zwischen Steuersatz und Leisdtungsangebot für Unternehmen und Bevölkerung gewährdleisten
- Die Bevölkerung für ein lebendiges Vereinsleben und aktives Mitwirken motivieren
- Infrastrukturen sorgfältig und Bedürfnissgerecht pflegen
- Attraktiver Wohn- und Lebensraum fördern
Dies sind die Merkmale einer erfolgreichen Gemeindeführung. Um diese anspruchsvollen Ziele zu erreichen, braucht es einen einfachen, strukturierten Ansatz, der sich auf die wichtigsten Aspekte konzentriert. Es braucht das nötige Flair und die spezifischen Instrumente und Methoden, um das komplexe Umfeld und die immer anspruchsvolleren und differenzierten Erwartungen der Bevölkerung und des Gewerbes zu identifizieren. Es braucht strukturierte Entscheidungshilfen, um die Ressourcen der Gemeinde (Boden, Finanzen, Infrastrukturen usw.) am richtigen Ort und für angepasste Ziele einzusetzen. Es braucht eine Vision, an welcher man sich orientieren, Menschen motivieren und Erfolge nachweisen kann.
Stimmen von ehemaligen Teilnehmenden
Eine gut überstandene Fusion von drei politischen Gemeinde und verschiedene Ueberlegungen,
wie die neue Gemeinde in die Zukunft gehen soll, haben mich dazu bewogen, den Zertifikatskurs
"Nachhaltige Gemeindesteuerung" zu besuchen.
Im Kurs wurden verschiedenste Instrumente vorgestellt, mit welchen ich eine nachhaltige Entwicklung unserer
Gemeinde anstreben kann. Ebenso gab mir der praxisnahe Lehrgang viele Inputs für die Umsetzung unserer
nächsten Gross-Projekte (Neubau Alters- und Pflegeheim, Naturpark, Leitbild).
Vreni Wild | Gemeindepräsidentin | Gemeinde Neckertal
Der Zertifikatskurs "Nachhaltige Gemeindesteuerung" bot mir eine ideale Plattform, um
die Verankerung des in unserer Gemeinde neu aufgegleisten Prozesses der nachhaltigen
Entwicklung möglichst optimal vorbereiten zu können. Eine wesentliche Unterstützung dabei
waren für mich die beiden überzeugend fachkompetenten Referenten, die lebhaften Diskussionen
mit den übrigen Kursteilnehmenden und die praktische Arbeit, mit der ich die Implementierung
einer Nachhaltigkeitsbeurteilung praxisnah und direkt umsetzbar vorbereiten konnte.
Brigit Frick | Gemeindeschreiberin | Gemeinde Dürnten
«Die Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 Kt. SO setzt sich für die Förderung der Nachhaltigen
Entwicklung im Kanton Solothurn ein. Wir begleiten unter anderem Gemeinden in ihren Nachhaltigkeitsprozessen.
Der Kurs gab uns einen sehr guten Überblick über den "State of the Art" in der nachhaltigen Gemeindesteuerung
in der Schweiz und lieferte damit wichtige Inputs für unsere zukünftige Arbeit. Der Austausch mit den ReferentInnen
und VertreterInnen diverser Gemeinden war dabei besonders interessant und lehrreich. Dieser Kurs ist sehr
empfehlenswert für Personen, welche sich in irgendeiner Weise mit der Führung von Gemeinden beschäftigen.»
Patrick Bussmann | Leiter Geschäftsstelle | Lokale Agenda 21 Kt. SO | Region Thal, Balsthal
Nachhaltige Entwicklung ist eine umfassende Zielsetzung, die alle zivilisatorischen Aspekte umfasst. Sie ist somit
die sinnvolle Zielvorgabe, auf die mit einer systematischen Gemeindesteuerung hingearbeitet werden kann. Nachhaltige
Entwicklung als langfristige inhaltliche Zielvorgabe wird so zur zentralen Maxime der Gemeindepolitik.
Jonathan Gimmel | EMBA | Gemeinderat Worb
Die Gemeinde Köniz will bei der Erarbeitung der Legislaturplanung neu auch die Kriterien der nachhaltigen
Entwicklung einbeziehen. Der Kurs "Gemeinden nachhaltig steuern" kam uns deshalb sehr gelegen. Im Kurs erfuhren wir,
wie ein Gemeinwesen in Richtung nachhaltige Entwicklung gesteuert werden kann. Die Arbeit an unserem Projekt der
Legislaturplanung konnten wir eins zu eins in den Legislaturplanungsprozess unserer Gemeinde einbauen. Die Qualität
der Referenten, der Austausch unter den Teilnehmenden sowie der gute Mix zwischen Theorie und Praxis machen den
Erfolg dieses Kurses aus.
Beatrice Zbinden | Gemeindeschreiberin der Gemeinde Köniz
Referierende - Fachkräfte aus dem Gemeinwesen sprechen zu Gemeinden
- Eichenberger Kurt | Stadtschreiber | Illnau-Effretikon Einführung des Führungscockpits und der Wirkungsbeurteilung in der Stadt Illnau-Effretikon (15'600 Einwohnende).
- Jud Thomas | Leiter Bereich Kantone | Bundesamt für Energie BFE | Bern Klärung der Frage, wie ein sektorieller Ansatz, beispielsweise Energiestadt, für andere Sektorpolitiken gewinnbringend eingesetzt werden kann.
- Kauflin Nicole | Leiterin Finanzen | Illnau-Effretikon Integrierter Aufgaben- und Finanzplan als Führungsinstrument der Stadt Illnau-Effretikon anhand strategisch integrierten Instrumente.
- Knoepfel Peter | Professor für öffentliche Politiken und Nachhaltigkeit | IDHEAP | Lausanne Bringt pointiert Einsichten in die Evaluation der Politik und das Handhaben von den verschiedensten Ressourcen.
- Lustenberger Pierre | Leiter Agenda-Büro (Nachhaltigkeit) | Thalwil Entstehung des nachhaltigkeitsorientierten Thalwiler Führungs- Modells. Einführung der Methodik Trippel-Budgetierung. (17'000 Einwohnende)
- Rohner Anselm | Gemeindeschreiber | Lengnau AG Nachhaltigkeitsorientierung der Gemeinde Lengnau AG (2'500 Einwohnende) durch Bürgerdialoge und pragmatische Führungsinstrumente.
- Scattolin Pascal | Geschäftsleiter | Soziale Dienste Bezirk Uster | Uster Strategische Entscheidungsfindung in der Sozialhilfe durch Beurteilung der Wertschöpfung auf Finanzen, Gesellschaft und Umwelt über einen längeren Zeithorizont.
- Schmausser Erik | Senior Consultant Nachhaltige Entwicklung | Amstein und Walthert AG | Zürich Erarbeitung eines Werkzeuges für die Gestaltung nachhaltiger Quartiere im Rahmen eines schweizerischen Projektes.
- Schmidlin Corinne | naturwissenschaftliche Fachspezialistin, Projektleiterin | Stadtökologie Baden Die systematische Einführung der Nachhaltigen Entwicklung in der Verwaltung der Stadt Baden (18'000 Einwohnende).
- Schwarz Severine | Nachhaltigkeitsbeauftragte | Management Dienste | Bülach Einführung eines integrierten Managementsystems in Bülach (17'400 Einwohnende) unter dem Aspekt der Nachhaltigen Entwicklung.
- Wachter Daniel | Leiter Sektion Nachhaltige Entwicklung | Bundesamt für Raumentwicklung ARE | Bern Verständnis der Nachhaltigen Entwicklung auf Bundesebene. Kriterien des Förderprogramms «Nachhaltige Entwicklung».
Ziele
- erarbeiten ein eigenes Projekt zur besseren und erfolgreichen Steuerung ihrer Gemeinde- oder Stadtverwaltung;
- verstehen, durch welche Ansätze und Instrumente ein Gemeinwesen erfolgreich verwaltet werden kann;
- können verschiedene Instrumente wie Lagebeurteilung, Interessengruppenanalyse und Projektbeurteilung auf ihre Gemeinde anwenden;
- erfahren, wie spezifische Themen (Finanzen, Gemeindeentwicklung, Sozialhilfe und Energiepolitik) zukunftsorientiert in Richtung Nachhaltigkeit gestaltet werden können.
Zielpublikum
- Stadt- und Gemeindepräsident/-innen
- Gemeinde- und Stadtschreiber/-innen
- Bereichs- und Abteilungsleitende
- Exekutivmitglieder/-innen
- Ortsplaner/-innen, Bauverwalter/-innen
- Nachhaltigkeitsverantwortliche, Projektverantworliche, Wirtschaftsförderinnen und Wirtschaftsförderer
Wirkungsziel
Ihre Gemeinde verfügt über einen gesunden Ausgleich zwischen den Ausgaben und Einnahmen. Die Bevölkerung identifiziert sich mit ihrer Gemeinde als Wohnort und trägt einen aktiven Beitrag zum gemeinsamen Wohl bei. Zudem generieren Sie hohe Stimm- und Wahbeteiligungen. Sie, bzw. die Gemeindebehörde, erhält Vertrauen und kann sich mit der Zukunftsgestaltung der Gemeinde befassen.
Kursleiter und Coachs
- Marc Münster | Bereichsleiter «zukunftsfähiges gemeinwesen»
und Mitglied der Geschäftsleitung | Erwachsenenbildner | sanu |
bildung für nachhaltige entwicklung | Biel-Bienne
Entwicklung mehrerer Instrumente und Begleitung von Gemeinden und Städten auf dem Weg in Richtung Nachhaltigkeit. Verantwortung für das interne integrierte Managementsystem bei sanu.
mmuenster[at]sanu.ch - Jonas Fricker | Leiter Kompetenzzentrum für nachhaltige
Gemeinden | ZHAW Institut für Nachhaltige Entwicklung | Winterthur
Leitung des KTI-Forschungsprojekts Nachhaltigkeitsorientierte Gemeindeführung. Tätigkeit als Gemeinde- und Kantonspolitiker. Beratung von Gemeinden, Städte und Regionen. Spezialist für nachhaltige Entwicklung bei der Schweizerischen Gesellschaft für Verwaltungswissenschaften (SGVW)
jonas.fricker[at]zhaw.ch
Programm
Modul I | 15.-17. März 2011
- Was heisst «Nachhaltige Entwicklung»?
- Welche Erfahrungen wurden bereits gemacht?
- Welche Instrumente gibt es für die Verwaltung und die Behörden?
- Wo steht meine Gemeinde diesbezüglich?
- Einführung in die Nachhaltige Entwicklung und Übersicht der wichtigsten Führungsinstrumente
- Nachhaltige Entwicklung in der Schweiz: Verständnis, Verfassung, Strategie und Fördergelder in der Schweiz
D. Wachter
- Fallbeispiel Baden: Das Führungssystem der Stadt, Stolpersteine und Erfolgs-merkmale im Aufbau; Sensibilisierung der Bevölkerung
C. Schmidlin
- Das Nachhaltigkeits-Managementsystem (NMS) der Stadt Bülach
S. Schwarz
- Lengnau (AG) immer auf Trab: Zukunftsausrichtung, Instrumente und Bürgerdilog
A. Rohner
- Von der Sektorpolitik zur nachhaltigen Politik
P. Knoepfel
- Übersicht und Test von Instrumenten anhand eines Projektes
- Wirkungsbeurteilung von Projekten
- Lagebeurteilung
- Interessengruppenanalyse
- Standortanalyse der eigenen Organisation
- Formulierung bzw. Weiterentwicklung eines persönlichen Projekts (mit Coaching)
Modul II | 11.-12. Mai 2011
Inhaltliche Auseinandersetzung mit zukunftsrelevanten Themen
- Illnau-Effretikon: Steuerung der Finanzen
in Richtung Nachhaltigkeit (Cockpit, Wirkungsanalyse und Szenarienanalyse
in der Siedlungsentwicklung)
K. Eichenberger & N. Kauflin
- Energiestadt: von der Sektorpolitik zur
nachhaltigen Politik?
T. Jud
- Erfahrungen und Werkzeug zur Gestaltung
von nachhaltigen Quartieren
E. Schmausser
- Beurteilung der Sozialhilfestrategie und
zukunftsorientierte Organisation in
Thalwil
P. Scattolin, P. Lustenberger
- Coaching und Feedback zum eigenen Projekt (Grobkonzept)
- Vorgehen
- Offene Fragen
- Kommunkationsplan
- Nächste Schritte
Modul III | 30. Juni 2011
Erfahrungsaustausch - Die Teilnehmehmenden aus dem Vorjahr sind für die Präsentationen der einzelnen Projekte eingeladen
- Präsentation der Projektarbeiten der Teilnehmenden
- Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden, externen Personen, ehemaligen Teilnehmenden und Experten
- Lessons learnt
Arbeit am eigenen Projekt mit Coaching
Während des ganzen Zertifikatskurses arbeiten die Teilnehmenden fokussiert an einem konkreten Projekt aus ihrem Wirkungsfeld (z.B. Ortsplanung, Leitbilderarbeitung, Legislaturplanung, Investitionsplanung, Bauprojekte, interne Entscheidungsprozesse). So wird das erworbene Wissen unter fachlicher Begleitung nutzbringend angewendet und zur praktischen Fähigkeit und Wirkung weiterentwickelt. Die Projekte werden während des ersten Ausbildungsmoduls formuliert und am letzten Tag präsentiert und diskutiert. Der Zeitaufwand ist projektbezogen und kann vom Teilnehmenden selbst definiert werden. Für den Kurs wird eine Zusammenfassung sowie eine mündliche Kurzpräsentation erwartet.
Struktur und Ansatz der Weiterbildung
Im ersten Modul werden das Führungsmodell und die entsprechenden Instrumente präsentiert und angewendet. Präsentationen von Praxisbeispiele zeigen Erfahrungen aus Gemeinden und bringen das nötige Fachwissen. Im zweiten Modul wird gezeigt, wie einzelne Themen und konkrete Projekte nachhaltigkeitsorientiert gestaltet werden können. Im dritten Modul ist der Erfahrungsaustausch zwischen Teilnehmenden anhand der persönlichen Projekte im Vordergrund. Es wird ein Mix zwischen Referaten, Diskussionen, Gruppenarbeiten und Instrumentenanwendung angeboten. In jedem Kurstag wird der Bezug zum persönlichen Alltag angestrebt. Das Verständnis der Nachhaltigen Entwicklung des Bundes dient als unterstützende Leitidee.
Praktische Angaben
Ort und Datum:
Modul I: 15.-17.3.2011 | sanu in Biel
Modul II: 11.-12.5.2011 | ZHAW in Winterthur
Modul III: 30.6.2011 | sanu in Biel
Kosten:
CHF 3'300.- (€ wird zum aktuellen Kurs verrechnet)
Im Preis inbegriffen sind Coaching, Kursdokumentation und Pausenverpflegung
sowie die Teilnahme von einer Person aus der
eigenen Organisation am letzten Modul (Projektpräsentation).
Die Kosten für die sechs Mittagessen sind von den Teilnehmenden
selbst zu tragen.
Vergünstigungen:
- 10% für AbsolventInnen und Absolventen des Lehrgangs Natur- und Umweltfachfrau/fachmann.
- Teilnehmenden, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, offeriert sanu 50% Ermässigung auf einem Normal- oder Halbtax-Billett in der 1. oder 2. Klasse.
Anmeldung:
Der Anmeldetermin ist der 18. Februar 2011. Anmeldungen werden
in der Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt. Die
Teilnehmerzahl ist beschränkt.
Annullierung:
Bei Annullierungen nach Ablauf der Anmeldefrist verrechnen
wir 50% der Kurskosten. Bei Abmeldung innert einer Woche vor
Kursdurchführung werden die gesamten Kosten belastet.
Organisation
sanu | bildung für nachhaltige entwicklung
Dufourstrasse 18, Postfach 3126, CH-2500 Biel 3
T: +41 (0)32 322 14 33 | F: +41 (0)32 322 13 20
Franziska Liniger | Projektassistentin | fliniger[at]sanu.ch





