Modulare Weiterbildung Bodenkundliche Baubegleitung
Datum: 05.09.2012 bis 10.11.2012
Sprache: zweisprachig Deutsch + Französisch
Patronat: svu-asep | sia | BSLA FSAP | ARPEA
Partner: BAFU | BGS
Kontext und Ausrichtung
Der Umgang mit Boden und dessen Schutz auf Baustellen ist eine vielseitige Angelegenheit. Sie verlangt spezifische Kompetenzen und betrifft verschiedene Akteure. Die Anforderungen des Bodenschutzes werden bei der Planung und der Durchführung vielfach nicht einbezogen oder sind zu wenig bekannt. Personen, die eine Baustelle begleiten, benötigen Fingerspitzengefühl, Glaubwürdigkeit und Kenntnisse der Baustellentechniken und -prozesse.
Nebst den bodenkundlichen Grundlagen beinhaltet die Weiterbildung auch technische Aspekte, Baustellenorganisation und Kommunikation. Sie ergänzt bereits im Feld erworbene Kompetenzen und zielt auf eine verbesserte Sensibilisierung aller Akteure hin. Zudem werden gute Baustellenpraxisbeispiele gefördert und die bodenkundliche Baubegleitung professionell eingebettet.
Die Weiterbildung Bodenkundliche Baubegleitung wird seit 2001 durchgeführt und wird zum 6. Mal angeboten. sanu arbeitet diesbezüglich mit der BGS (Bodenkundliche Gesellschaft Schweiz) zusammen, welche verantwortlich ist für die Verleihung des Titels «Bodenkundlicher Baubegleiter BGS». Bedingungen für den Erhalt des Titels betreffen unter anderem Ausbildung, Berufserfahrung sowie das Bestehen der Prüfung.
Die 15-tägige Weiterbildung bei sanu dient der Vorbereitung auf die offizielle Prüfung der BGS. Sie ist modular aufgebaut und kann auch unabhängig von der Anerkennung besucht werden (siehe Zulassungs- und Anerkennungsbedingungen).
Ziele
- die theoretischen Grundlagen der Bodenkunde auf Baustellensituationen übertragen;
- die Aufgaben eines Standardpflichtenhefts der bodenkundlichen Baubegleitung erfüllen;
- dank Kompetenzen in Dialog und Konfliktmanagement mit alltäglichen und konfliktbeladenen Situationen auf Baustellen umgehen.
Zielpublikum
Die Weiterbildung steht grundsätzlich allen Berufsleuten offen, die auf Baustellen tätig sind oder Aufgaben der bodenkundlichen Baubegleitung zu erfüllen haben.
- Mitarbeitende von Ingenieur-, Beratungs- und Planungsbüros, Ingenieure und Umweltspezialisten, die mit Projekten oder Baustellen zu tun haben, welche einen Einfluss auf den Boden haben.
- Mitarbeitende von Amtsstellen, die im Vollzug oder der Kontrolle mit bodenkundlichen Problemstellungen konfrontiert sind.
- Landwirtschaftliche Berater/-innen, die in bodenrelevante Projekte involviert sind (Meliorationen, Geländeveränderungen, Gewässerrenaturierungen).
- Fachleute der Bodenkunde, die ihre Fähigkeiten im Bereich des Bauprozesses erweitern wollen.
Programm
- Einführung: Berufsbild, Stellung und Pflichtenheft einer Bodenkundlichen Baubegleitung
- Physikalischer und stofflicher Bodenschutz
- Angewandte Bodenphysik
- Geotechnik und Aspekte der Bodenmechanik
- Angewandte Bodenchemie
- Praktische Bodenkartierung mit Feldübung
- Bodenschutztechniken und Witterungsverhältnisse, Baustellenbesichtigung
- Landwirtschaftliche Aspekte, Wiederherstellung und Rekultivierungen, Maschinendemonstration
- Bodenschutz im Forstwesen
- Baustellenorganisation und Baustellenbesichtigung
- Submissionsverfahren und Vergabe von Aufträgen
- privates Baurecht
- Vorstellung eigenes Bauprojekt, Coaching
- Konfliktmanagement, Mediation
- Fallstudie Kiesgrube: Erarbeitung einer Offerte an die Kiesgrubenbesitzer in Gruppen
*Änderungen vorbehalten
Zulassungsbedingungen
- Mindestens sechs Monate Baustellenerfahrung in der Baubegleitung mit bodenkundlichen Aspekten.
- Eine Grundausbildung mit minimalen Kenntnissen in Bodenkunde (Fachhochschule oder Hochschule). Langjährige praktische Berufserfahrung kann als gleichwertig anerkannt werden.
- Möglichkeit zur Anwendung und Umsetzung in der eigenen Berufstätigkeit.
- Unterstützung oder Empfehlung durch Arbeitgeber/Behörde
Das Anmeldedossier muss folgende Dokumente enthalten, auch wenn nur einzelne Module besucht werden:
- Das komplett ausgefüllte Anmeldeformular mit Angabe der Baustellenerfahrung in der Baubegleitung mit bodenkundlichen Aspekten (mindestens 6 Monate)
- Diplome bzw. Zeugnisse in Bodenkunde (Fachhochschule oder Hochschule)
- Motivationsschreiben zum Besuch der Weiterbildung
- Empfehlungsschreiben des Vorgesetzten und/oder der Behörde
- Arbeitszeugnisse
Zulassungsverfahren
Die Anzahl verfügbarer Kursplätze ist beschränkt. Der
Zulassungsentscheid wird von sanu aufgrund des Anmeldedossiers und in der Reihenfolge ihres Eintreffens gefällt. Personen, die sich für die gesamte Weiterbildung anmelden, werden bevorzugt. Der Entscheid wird spätestens Mitte März 2012 schriftlich mitgeteilt.
Das detaillierte Anmeldeformular kann direkt auf der Webseite von sanu ausgefüllt werden (www.sanu.ch/boden). Das Anmeldeformular inklusiv Beilagen muss bis spätestens 16. Januar 2012 an sanu geschickt werden.
Nach erfolgter Zulassung ist eine Anzahlung von CHF 2'000.- zu leisten. Wird diese Anzahlung nicht innerhalb von 30 Tagen geleistet, entfällt das Anrecht auf einen Kursplatz. Bei Abmeldung nach Ablauf der Zahlungsfrist, sind CHF 500.- Umtriebsentschädigung fällig. Bei einer Abmeldung später als zwei Monate vor Kursbeginn, ist das gesamte Kursgeld geschuldet. Ausnahmen in Härtefällen (Krankheit, Unfall und Tod).
Sprache
Die Module werden in der Regel in der Muttersprache der Referierende abgehalten (grösstenteils Deutsch). Die Dokumentation wird in die andere Sprache übersetzt oder zusammengefasst. Die Rechtskurse und das Modul Kommunikation finden in Deutsch und Französisch getrennt statt.
Praktische Angaben
Daten:
05.09.2012 bis 10.11.2012 (15 Tage plus Einführungsnachmittag)
Ort:
Die Kurse finden entweder in den Räumlichkeiten von sanu in
Biel oder in der Nähe der besuchten Baustellen statt.
Anmeldung:
Bitte senden Sie die vollständigen Anmeldeunterlagen bis am 16. Januar 2012 an sanu. Der Link für das elektronische Anmeldeformular ist nachstehend aufgeführt
Kosten:
Gesamte modulare Weiterbildung: CHF 6'000.- (15 Tage)
Modul Grundlagen (inkl. Einführung): CHF 1'500.-
Modul Kartographie: CHF 1'500.-
Modul Bodenschutztechniken: CHF 1'500.-
Modul Bauprozess: CHF 1250.-
Modul Kommunikation: CHF 800.-
Modul Fallstudie: CHF 450.-
- Mitgliederrabatt (nicht kumulierbar): BGS (CHF 900.-), svu | asep (CHF 350.-)
- Ermässigung bei Anreise mit ÖV: 50%
- Bearbeitungsgebühr der Dossiers ist in den Weiterbildungskosten integriert
Prüfung und Anerkennungsbedingungen als BBB BGS
Prüfung Bodenkundliche Baubegleitung (BBB):
Die Weiterbildung sanu dient als Vorbereitung auf die Prüfung BBB. Diese ist unabhängig von der Weiterbildung und offen für alle Kandidatinnen und Kandidaten, welche die Konditionen erfüllen. Das Bestehen der Prüfung ist nur eine der Voraussetzungen für die Anerkennung BGS.
sanu wurde zur Zeit von der Bodenkundlichen Gesellschaft der Schweiz beauftragt, die Prüfung durchzuführen.
Die Daten der nächsten Prüfungssessionen sind auf der Web-seite von sanu aufgeführt (www.sanu.ch/boden).
Die Prüfung wird mit CHF 1'500.- in Rechnung gestellt (siehe Prüfungsreglement)
Für die Anerkennung als BBB BGS ist das Bestehen der Prüfung nicht ausreichend (siehe Anerkennung als BBB BGS).
Anerkennung als BBB BGS:
Für die Anerkennung BBB BGS muss bei der BGS ein Dossier eingereicht werden. Dieses Anmeldedossier bei der BGS entspricht nicht das Anmeldedossier für die Weiterbildung bei sanu. Besondere Voraussetzungen müssen erfüllt werden (siehe Vademecum Anerkennung BGS und Anerkennungsreglement BGS).
- Hochschulabschluss mit bodenkundliche Ausrichtung (siehe BGS-Dokument zur Vorabklärung der Voraussetzungen)*
- Besuch eines Kurses «Konfliktmanagement, Mediation» (siehe BGS-Dokument Anforderung am Kurs)
- 2 Jahre Berufspraxis in bodenkundliche Baubegleitung
- 2 Referenzen
*Warnung: Die Grundkenntnisse in Bodenkunde stellen eine entscheidende Anerkennungsbedingung. Es besteht die Möglichkeit vor der Teilnahme an der Weiterbildung oder vor der Prüfungsanmeldung bei der BGS eine Anfrage zur Vorabklärung der Voraussetzungen zu tun (siehe BGS-Dokument zur Vorabklärung der Voraussetzungen). Das Ausgefüllte Formular muss bis spätestens 16. Januar 2012 an die BGS geschickt werden.
Separates Verfahren
- auf Anmeldung (siehe Prüfungsreglement sanu und Anmeldeformular online auf www.sanu.ch/boden)
- Prüfungsgebühr: CHF 1'500.-
- Anmeldedossier (siehe Anerkennungsreglement BGS, Vademecum Anerkennung BGS, Anforderung an Kurs «Konflikmanagement und Mediation» sowie Formular zur Vorabklärung der Voraussetzungen BGS)
- Behandlungskosten der Dossier: CHF 1'000.-
Organisation
Valérie Parrat | Projektleiterin | vparrat@sanu.ch
Simone Dietrich | Projektkoordinatorin | sdietrich@sanu.ch
sanu future learning
Dufourstrasse 18
Postfach 3126
CH-2500 Bienne 3
T : +41 (0)32 322 14 33 | F : +41 (0)32 322 13 20
www.sanu.ch | sanu@sanu.ch
Dokumente
sanu:
Prüfungsreglement (PDF | 200 KB)
BGS:
Vorabklärung Voraussetzungen BGS (PDF | 66 KB)
Anforderungen Kurs Konflikmanagement (PDF | 85 KB)
Vademecum Annerkennung (PDF | 112 KB)
Annerkennungsreglement BGS (PDF | 60 KB)






